Aktuelle Ausstellung: "Ein Zeichner trifft seine Dichter Höpfner und die literarischen Humoresken bei Morgenstern, Ringelnatz und Krylow"

15.9.2013 – 6.1.2014 im Ausstellungs- und Begegnungszentrum.

In den fünf Jahrzehnten seines Wirkens hinterließ der Magdeburger Künstler Wilhelm Höpfner (1899–1968) ein enormes Werk, insbesondere Druckgraphik, Aquarelle und Zeichnungen. Seine Bilderwelt ist zauberhaft und phantasievoll, durchdrungen von Ironie und hintergründigem Humor, teils grotesk, teils surreal, doch bei aller Heiterkeit niemals weltfremd oder banal. Unter den Nazis wurden einige seiner Werke als „entartet“ stigmatisiert, als Soldat im Zweiten Weltkrieg kam er in russische Kriegsgefangenschaft. Doch niemals verließen den Künstler Humor, Ideenreichtum und Experimentierfreude. Das Winckelmann-Museum besitzt den Nachlass des Künstlers und präsentiert in der Sonderausstellung Graphiken zu Gedichten und Erzählungen von Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz und Iwan Andrejewitsch Krylow. Höpfners Freude am bildlichen Fabulieren verbündet sich mit Morgensterns komischer Lyrik, Krylows Tierfabeln oder Ringelnatz‘ humoristischen Gedichten auf wunderbare Weise. Für Wilhelm Höpfner war es „das befreiende Lachen“.