Vor welchem Schicksal Nikolaus von Myra die drei armen Mädchen aus Patara bewahrte – aus dem Leben antiker Freudenmädchen

Abendvortrag im Winckelmann-Museum anlässlich der Nikolaus-Ausstellung, mit Dr. Eva Hofstetter, Berlin

 

Nikolaus von Myra erbte als junger Mann ein großes Vermögen und überlegte, wie er den Reichtum zu Gottes Lob verwenden könnte. Da erfuhr er von einem verarmten Vater, der zum Zuhälter der eigenen Töchter werden wollte, da er ihnen keine Mitgift finanzieren und sie deshalb nicht verheiraten konnte. Auch in der Antike gab es verschiedene ‚Klassen‘ von Angehörigen des horizontalen Gewerbes, Geringverdienerinnen und die Gefährtinnen der Großen ihrer Zeit. Auf Reisen war es üblich, in der Herberge neben einem gedeckten Tisch und Heu fürs Reittier auch Gesellschaft im Bett zu finden, wenn man dafür bezahlte. Ähnliche Freuden winkten beim Bad in den Thermen, beim abendlichen Kneipenbesuch und in dunklen Ecken auf der Straße. Liebesdienste wurden in manchen Tempeln angeboten, Sklavinnen und auch Sklaven standen ihren Herren jederzeit zur sexuellen Verfügung.