Aktuelle Ausstellung: „Vorsicht Lebensgefahr! Sirenen, Nixen, Meerjungfrauen in der Kunst seit der Antike“

20.10.2013 – 19.1.2014 im Sonderausstellungsbereich des Winckelmann-Museums.

Die Sirenen faszinieren Kunst und Literatur durch die Jahrhunderte. Ihr Wesen ist zwiespältig: mit schöner Stimme begabt, fürsorglich, trauernd, zugleich aber tötend. Zwitterhaft ist ihr auch Aussehen: Vogelwesen mit Menschenkopf, Frauen mit Vogelfüßen oder Fischschwanz. Die Sonderausstellung im Winckelmann-Museum Stendal zeigt antike Exponate, vor allem griechische Vasen, aber auch Bronzegerät und Gipsabgüsse nach antiker Plastik. Zusammen mit Stichwerken des 17. und 18. Jahrhunderts veranschaulichen sie die bekannte Odyssee-Episode und geben einen Einblick in antike religiöse Vorstellungen, etwa im Totenkult oder Dämonenglauben. Kunstwerke vom Barock bis in die Gegenwart machen das ungebrochene Interesse an den Sirenen deutlich und zeigen den Wandel von der Vogelfrau zur Meerjungfrau, die Ängste hervorruft oder romantische wie erotische Sehnsüchte erweckt. Auch die Sirene als Gefahrensignal ist in der Ausstellung präsent.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (siehe dort).