Russland

St. Petersburg: Die Antikensammlung der Eremitage plant für 2017 eine Winckelmann-Ausstellung.

Winckelmann-Kolloquium in St. Petersburg: Unter dem Titel „Antike und Klassizismus - Winckelmanns Erbe in Russland“ wurde vom 30. September bis 1. Oktober 2015 in Sankt Petersburg ein internationales wissenschaftliches Kolloquium von der Winckelmann-Gesellschaft veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Institut für russische Literatur (Puschkin-Haus) der Russischen Akademie der Wissenschaften, der Antikensammlung der Eremitage und dem Russischen Germanistenverband. Die Grußworte zur Eröffnung sprach der Generaldirektor der Eremitage, Prof. Dr. Michail Piotrovskij. Das Kolloquium, das u.a. auch der Vorbereitung der Winckelmann-Jubiläen 2017/2018 diente, wurde großzügig gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung und dem Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in St. Petersburg. Die Konferenz befasste sich mit der Winckelmann-Rezeption in der Archäologie, Kunst- und Literaturwissenschaft, die in Russland seit Katharina II. sichtbar wird. Die Zarin hatte nicht nur weit verzweigte Kontakte zu Gelehrten und Künstlern in ganz Europa, von ihr gingen wesentliche Impulse für die klassizistische Kunst und Architektur in Russland aus. Zudem war damals der Winckelmann-Freund Johann Friedrich Reiffenstein für die Akademie der Künste in St. Petersburg tätig. Die bedeutende Antikensammlungen und die Abgusssammlung antiker Plastik entstanden in dieser Zeit. Die ins Russische übersetzten Werke Winckelmanns waren überdies für die russische Literatur, Lyrik und Prosa wie auch für die zeitgenössische Kunstkritik von großer Bedeutung. Besonderes Interesse galt dem wiedergefundenen St. Petersburger Manuskript Winckelmanns der "Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst", das im Beitrag des Präsidenten der Winckelmann-Gesellschaft, Prof. Dr. Max Kunze, vorgestellt wurde.

Internationaler Winckelmann-Kongress

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