Wilhelm-Höpfner-Preis der Winckelmann-Gesellschaft

Seit 1984 vergibt die Winckelmann-Gesellschaft den Wilhelm-Höpfner-Preis. Mit ihm werden junge Künstler geehrt, die in ihren Werken Themen der klassischen Antike aufgreifen oder sich von antiken Kunstwerken inspirieren lassen. In der Nachfolge des Magdeburger Malers und Graphikers Wilhelm Höpfner (1899–1968), dessen Nachlass das Winckelmann-Museum verwaltet, wird der Preis ausschließlich für zeichnerische und druckgraphische Arbeiten vergeben. Der Preis wird derzeit alle drei Jahre verliehen. Die Ausschreibung richtete sich an professionell tätige Künstler, die das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben.
Über die Vergabe des Preises entscheidet das Kuratorium der Winckelmann-Gesellschaft auf Vorschlag des Höpfner-Gremiums.
Die nächste Ausschreibung findet im Frühjahr 2016 statt.
Der Höpfner-Preis 2013 wird am 7. Dezember 2013 anlässlich der Jahreshauptversammlung der Winckelmann-Gesellschaft durch den Präsidenten der Gesellschaft verliehen. Er ist mit 2000 EUR dotiert. Verbunden mit der Preisverleihung ist eine kleine, von der Winckelmann-Gesellschaft organisierte Werkschau im Kunstkabinett der Volksbank in Stendal, die einen Einblick in das Schaffen des Preisträgers vermitteln soll.

Bisherige Preisträger

Bisherige Preisträger

  • Michael Augustinski (1984)
  • Hanns Schimansky (1985)
  • Ellen Fuhr (1986)
  • Anton Paul Kammerer (1987)
  • Klaus Süß (1988)
  • Walter Sachs (1989)
  • Lüder Lehnort (1991)
  • Bernd Kerkin (1992)
  • Timm Kregel (1993)
  • Tibor Kiss (1994)
  • Mark Lammert (1996)
  • Kristin Grothe (1998)
  • Jan Thomas (1999)
  • Donald von Frankenberg (2001)
  • Michael Wörle (2004)
  • Saskia Breitenreicher (2006)
  • Samantha Augenstein (2010)
  • Ellen Wagner (2013)

Wilhelm Höpfner - Biographie

Wilhelm Höpfner - Biographie

Biographische Übersicht

1899 Am 17.5. in Magdeburg geboren.

1899 – 1907 Erste Kindheitsjahre in Nürnberg.

1907 Wilhelm Höpfner zieht mit seinen Eltern nach Magdeburg.

1905 – 1918 Schulzeit

1918 Semester an der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule in Magdeburg bei Prof. Richard Winckel.

1918 – 1921 Studium an der Staatlichen Kunstschule Berlin (Abschluß mit dem Zeichenlehrerexamen für höhere Schulen).

1922 Beteiligung an der Ausstellung der Berliner Sezession mit 4 Radierungen.
Erste Italienreise (bis Palermo).

1921 – 1923 Mitglied der Künstlervereinigung „Die Kugel“.

1923 Vorübergehende Tätigkeit als Lehrer an der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule in Magdeburg.

1922 – 1925 Freier Mitarbeiter der „Volksstimme“ Magdeburg mit satirischen sozialkritischen und politischen Zeichnungen.

1926 – 1931 Tätigkeit in Berlin. Bekanntschaft mit Käthe Kollwitz und Max Liebermann

1929 Mit 4 Radierungen aus dem Zyklus „Dreigroschenoper“ in der Berliner Ausstellung der Preußischen Akademie der Künste vertreten.

1931 Rückkehr nach Magdeburg, Anstellung im Schuldienst.

1921 – 1937 Ausgedehnte Auslandsreisen durch Italien, Frankreich, England, Spanien,
Nordafrika, Österreich und die Schweiz, darunter 7 Italienreisen.

1933 – 1945 5 Arbeiten Wilhelm Höpfners werden als „entartete Kunst“ beschlagnahmt.

1952 – 1959 Vorsitzender des Verbandes Bildender Künstler im Bezirk Magdeburg.

1955 Erste größere Einzelausstellung der Arbeiten Wilhelm Höpfners in Halle.

1959 Große Wilhelm-Höpfner-Ausstellung in Magdeburg.

1961 Erich-Weinert-Kunstpreis der Stadt Magdeburg.

1962 Studienreise nach China.

1964 Studienreise Nach Mittelasien; Alma Ata (Kasachische SSR). Taschkent und Samarkand (Usbekische SSR) und Duschanbe (Tadschikische SSR).

1964 – 1966 Mit einer Reihe von Blättern in der Brecht-Ausstellung vertreten, die in
mehreren großen Städten der Westdeutschlands, in Westberlin und in der Akademie der Künste in Berlin gezeigt wurden. 1968 in verringertem Umfang in Mailand und Wien.

1966 Puppengestaltung, Bühnenbild und Gesamtausstattung für die Inszenierung „Die Himmelfahrt der Galgentoni“ von Egon Erwin Kisch am Städtischen Puppentheater Magdeburg.

1964 – 1968 Vorsitzender des von ihm initiierten und mitbegründeten Magdeburger Grafikkreises im Kulturbund.

1959 – 1968 Zahlreiche größere Einzelausstellungen Wilhelm Höpfners in Städten der DDR.

1946 – 1968 Beteiligung an allen Landesausstellungen von Sachsen-Anhalt und – nach der Bildung der Bezirke – an allen Bezirksausstellungen in Magdburg.
Beteiligung an vielen wichtigen Ausstellungen in Berlin und anderen Städten der DDR.

1968 Am 14. März gestorben.