Ausstellung von Schüler-Arbeiten des Winckelmann-Gymnasiums in den Galerieräumen eröffnet

Unter dem Titel „Besuch einer Ausstellung: Erwin Hahs“ wurde am 27. Februar im Winckelmann-Museum eine Ausstellung von Schülerinnen und Schülern des Winckelmann-Gymnasiums Stendal eröffnet. Die Kooperation zwischen Gymnasium und Museum ergab sich aus einem Projekt zur aktuellen Sonderausstellung „Wege in die Moderne“, in der der Hallenser Künstler Erwin Hahs (1887–1970) als ehemaliger Lehrer des Gymnasiums eine zentrale Rolle spielt.

Im Rahmen des Kunstunterrichts haben sich Schülerinnen und Schüler der Klassen 8a und 8b des Winckelmann-Gymnasiums im Winterhalbjahr 2019/2020 mit dem Thema „Besuch einer Ausstellung“ befasst. Als Ort ihrer Studien wählten sie die Ausstellungsräume der aktuellen Sonderausstellung im Winckelmann-Museum „Wege in die Moderne“. Hier lag der Fokus auf dem Künstler Erwin Hahs (1887–1970), einem wichtigen modernen Maler der deutschen Zwischenkriegszeit, der von 1919–1933 Professor an der Burg Giebichenstein in Halle war und von den Nationalsozialisten als „entarteter“ Künstler entlassen wurde. In den Kriegsjahren 1942–1945 war Hahs Kunstlehrer am Winckelmann-Gymnasium in Stendal.

Im Zentrum des Kunst-Unterrichts standen die Themen „Raumkonzeption“ und „Verhältnis Mensch im Raum“. Die Schülerinnen und Schüler verwirklichten ihre Raumkonzepte mit Buntstiften in Kombination mit der Collage-Technik. Für die Gestaltung der Innenräume wendeten sie das Prinzip der Zentralperspektive mit einem Fluchtpunkt an. Für die Proportionen des menschlichen Körpers nutzten sie den „Acht-Köpfe-Kanon“, ein Regelmaß, das man schon in der griechischen Antike kannte: Der menschliche Körper wird in 8 gleiche Teile geteilt, wobei der Kopf die Größe der Teile bestimmt.