Winckelmann-Wanderausstellung in Salzwedel

„Johann Joachim Winckelmann. Archäologe – Aufklärer – Wissenschaftsbegründer. 300. Geburtstag 2017 – 250. Todestag 2018“ (15.9.-30.12.2018 im Johann-Friedrich-Danneil-Museum Salzwedel)

Am 8. Juni 2018 jährte sich der Todestag von Johann Joachim Winckelmann (1717-1768) zum 250. Mal. Und schon im letzten Jahr feierten wir seinen 300. Geburtstag. Anlässlich dieses Doppeljubiläums entstand die Wanderausstellung „Johann Joachim Winckelmann. Archäologe – Aufklärer – Wissenschaftsbegründer. 300. Geburtstag 2017 – 250. Todestag 2018“. Sie gibt einen Überblick über Leben und Werk des „berühmtesten“ Sohnes der Stadt Stendal und macht in mehreren Orten der Altmark Station. Die meisten Orte spielen in der Biographie Winckelmanns durch Freundschaften oder für seinen beruflichen Werdegang eine entscheidende Rolle. Die letzte Station während des Jubiläums 2018 ist in Salzwedel.

1736 verließ Winckelmann das Cöllnische Gymnasium in Berlin und kehrte zunächst nach Stendal zurück. Als weitere Vorbereitung auf die Universität und zur Vertiefung seiner Griechischkenntnisse schrieb er sich am 15. November 1736 als Schüler des Gymnasiums in Salzwedel ein. Dort übernahm er zugleich die Tätigkeit eines Hilfslehrers. Winckelmann scheint sich in dieser Zeit seinen Lebensunterhalt durch Privatunterricht aufgebessert zu haben, was mit freier Kost im Hause des Schülers vergolten wurde. Das Altstädtische Gymnasium befand sich seit 1541 im Franziskanerkloster, der heutigen Mönchskirche.

Rektor der dortigen Schule war Johann Georg Scholle (gest. 1752), ein Kenner der lateinischen Sprache wie auch des Griechischen. Diese Bekanntschaft half Winckelmann seine Kenntnisse dieser Sprachen weiter zu vertiefen. Seine Suche nach Büchern führte ihn von Salzwedel zu Fuß bis nach Hamburg, um aus der Bibliothek des Johann Albert Fabricius (1668–1736) griechische und lateinische Autoren zu erwerben.

Neben Winckelmann sollte es in der Folgezeit noch einen weiteren bekannten Archäologen geben, der aus der Altmark stammt. Anders jedoch als Winckelmann blieb dieser seiner Heimat treu und wirkte bis zu seinem Tode in Salzwedel: Johann Friedrich Danneil (1783-1868), ein Pionier der ur- und frühgeschichtlichen Archäologie.

 

15.09.-30.12.2018

Salzwedel, Johann-Friedrich-Danneil-Museum

 

Adresse:

An der Marienkirche 3

29410 Salzwedel

 

Öffnungszeiten:

Dienstag-Sonntag 13.00–17.00 Uhr

24.–26.12.2018 geschlossen