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„Dieses ist das Leben und die Wunder Johann Winckelmanns, zu Stendal in der Altmark geboren!“

Sonntagsführung in der neuen Winckelmann-Ausstellung, mit Dr. Kathrin Schade

Am 8. Juni 1768 wurde er in einem Hotelzimmer in Triest Opfer eines grausamen Mordes. Die Ausstellung nimmt dieses Ereignis zum dramaturgischen Ausgangspunkt und verfolgt – wie in einer Rückblende – den ungewöhnlichen Lebensweg von Johann Joachim: seine Herkunft als armer Schustersohn in Stendal, seinen teils dornenreichen Bildungsweg, seine Anstellungen in Seehausen und im sächsischen Nöthnitz und seine richtungsweisende Stippvisite in Dresden, schließlich sein Leben und Wirken in Rom und in anderen Orten Italiens sowie seinen Ruhm in Europa. Innerhalb der biographischen Stationen wird zugleich Winckelmanns wissenschaftlicher Werdegang geschildert, als „Highlights“ in den Räumen werden seine Werke präsentiert. Die neue Ausstellung wurde um zahlreiche Schaustücke erweitert und zeigt antike Originalwerke, Abgüsse nach denselben, historische Bücher, Druckgrafik, Gemälde etc. Höhepunkt bildet eine Anmutung des Belvedere-Hofs im Vatikan, wo nun erstmals in Stendal alle drei berühmten und von Winckelmann hymnisch beschriebenen Statuen – die Laokoongruppe, der Torso und der Apoll von Belvedere – als Gipsabgüsse gemeinsam in Originalgröße zu bewundern sind.