Die Akropolis zu Athen in Gipsmodellen des 19. Jahrhunderts. Archäologische Lehrmittel als kulturgeschichtliche Zeugnisse

Vortrag von Dr. Stephan Faust (Leiter des Archäologischen Museums der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Im Zentrum des Vortrags steht ein in drei Abgüssen erhaltenes, einst weitverbreitetes Gipsmodell der Athener Akropolis, das der Bildhauer Eduard Schmidt von der Launitz im Jahre 1867 schuf. Als eine der ersten dreidimensionalen Darstellungen des Burgberges ist dieses Modell kultur- und wissenschaftsgeschichtlich von Bedeutung. So dokumentiert es die systematische archäologische Erschließung des Areals seit den 1830er Jahren. Darüber hinaus kann es mit bedeutenden Gelehrtenpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts verbunden werden und erweist sich als charakteristisches Lehrmedium im Bestand universitärer (aber auch gymnasialer) Sammlungen, wie sie damals an vielen Orten in Europa und in Amerika entstanden.

 

Bildnachweis:

Historisches Modell der Athener Akropolis, Museum Alte Kulturen der Universität Tübingen, Foto: Thomas Zachmann

Datum/Zeit
Datum - 25/02/2026
15:30 - 16:30