Ausstellungseröffnung: Salomon Gessner (1730–1788) Dichter, Künstler, Verleger – ein Multitalent und Freund Winckelmanns

Salomon Gessner zählt zu den bekanntesten Schweizer Schriftstellern und Künstlern des 18. Jahrhunderts. Er war nicht nur Dichter, sondern auch Maler, Grafiker, Verleger und Politiker.  Sein dichterisches Hauptwerk, die „Idyllen“ wurden zu einem europäischen Bestseller und handelten ihm den Titel „deutscher Theokrit“ ein – benannt nach den griechischen Idyllendichter aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. Gessner schildert in seinen „Idyllen“ das einfache, friedliche Leben von Hirten in einer idealisierten Natur. Wesen aus der antiken Mythologie tummeln sich in schönen Landschaften. Er schuf in seinen Gedichten und Bildern Vorstellungen von einem idealen utopischen Zeitalter, einem Arkadien – oder wie er schreibt, einem „goldenes Welt-Alter“. Damit traf er das Lebensgefühl der damaligen Zeit, das sich nach Unschuld, Naivität und einfachem Glück sehnte. Damit ist er gar nicht so weit von uns heute entfernt!

Mit Johann Joachim Winckelmann, der ihn sehr schätzte, stand er in brieflichem Austausch. Mit Begeisterung hat Winckelmann Gessners Dichtung, besonders die „Idyllen“, aufgenommen. Die emotionale Übereinstimmung zwischen dem Antikenforscher Winckelmann und dem Dichter, Stecher und Verleger Gessner aus Zürich lässt sich dank einer großzügigen Stiftung von ca. 90 Radierungen und Zeichnungen von Gessner und späteren Stechern zu eben jenen „Idyllen“ wie auch den Originalausgaben der Bücher Gessners an die Winckelmann-Gesellschaft vertiefen.

Die Ausstellung zeigt neben Gessners Verbindung zu Winckelmann eine repräsentative Auswahl seiner Bücher und Radierungen, ergänzt unter anderem durch Hörstationen mit Lesung seiner Idyllen.

 

Datum/Zeit
Datum - 26/09/2026
15:00 - 17:00