„Johann Gottfried Herder nannte sie die „kultivierteste Frau Europas“. Tatsächlich zählt die schweizerisch-österreichische Malerin Angelika Kauffmann (1741–1807) nicht nur zu den Hauptvertretern des Klassizismus im 18. Jahrhundert, sie gehört überhaupt zu den wenigen Frauenpersönlichkeiten, die ihren Platz in der europäischen Kunstgeschichte behaupten konnten. Die weltläufige Künstlerin lebte u.a. in London und Rom, war Ehrenmitglied der der Accademia Clementina in Bologna und Gründungsmitglieder Royal Academy in London. In ihren illustren Bekanntenkreis gesellten sich Prominente wie Joshua Reynolds, Johann Wolfgang von Goethe und natürlich Johann Joachim Winckelmann. Mit seinem Bildnis aus dem Jahr 1764 wurde die damals erst 23-jährige in Rom schlagartig bekannt. Obgleich von nun an vor allem als Porträtmalerin berühmt, gehören auch zahlreiche Mythen- und Historienbilder zu ihrem reichen Repertoire. Das Winckelmann-Museum präsentiert erstmals Druckgraphik nach diesen Werken, die durch ihre Erzählfreude, Sensibilität und Anmut bestechen. Es handelt sich um Leihgaben aus der Sammlung Kielgas/Weber, ergänzt durch Gemälde und Graphik aus der Winckelmann-Sammlung sowie Leihgaben von Busso von Alvensleben.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Beiträgen von Dr. Bettina Baumgärtel.“

Datum/Zeit
Datum - 09/06/2016
Ganztägig