Frühe Mythen über die Entstehung der Welt auf Keilschrifttafeln, in der Ausstellung „Märchen, Sagen und Symbole“, Dr. Stephanie-Gerrit Bruer

Mit der Erfindung der Schrift am Ende des 4. Jahrtausends v. Chr. begann eine sich durch die gesamte Keilschriftkultur ziehende Tradition, die Umwelt in Listen zu erfassen. Im Mittelpunkt stand der Versuch, alles zu kategorisieren und dadurch den Kosmos in eine Ordnung zu bringen und die Welt und das Leben zu erklären.

Zu den ältesten literarischen Zeugnissen gehören die auf Keilschrifttafeln überlieferten Mythen über Götter und Helden, wie über die Höllenfahrt der Göttin Inanna oder die Abenteuer des Lugalbanda, des vergöttlichten Königs von Uruk, der der Vater von Gilgamesch ist. Über ihn berichtet das wohl bekannteste Epos der Sumerer. Die Mythen stammen aus dem 3. Jahrtausend vor Christus und wurden in Mesopotamien über Jahrhunderte weitergetragen.

Die im Winckelmann-Museum in der Ausstellung „Märchen, Sagen und Symbole, gezeigten Keilschrifttafeln stammen aus dem 18./17. Jahrhundert vor Christus und berichten über die Erlebnisse der Inanna in der Unterwelt und welche Erlebnisse Lugalbanda zu einem verehrten Herrscher werden ließen.

Anschließend Rundgang durch die Ausstellung.

Es gilt die 3-g-Regel. Eine Voranmeldung ist bis zum Vortag bis 16 Uhr, erforderlich.

Datum/Zeit
Datum - 09/03/2022
15:00 - 16:00