Die Weisheit kommt aus dem Osten: Die Heiligen Drei Könige und ihre Bedeutung quer durch die Kunstgeschichte

Sonntagsvortrag zwischen den Feiertagen, mit Dr. Kathrin Schade

Der 25. Dezember gilt als der Tag der Geburt des Jesus-Kindes und zwölf Tage später, am 6. Januar, besuchen ihn die drei heiligen Könige aus dem „Morgenland“. Sie kommen nach Bethlehem, um ihm ihre Aufwartung zu machen und ihm Geschenke zu bringen. Was hat das zu bedeuten?

Der 6. Januar – in Sachsen-Anhalt, Bayern und Baden-Württemberg gesetzlicher Feiertag – wird auch „Epiphanias“ genannt, worin sich das griechische Wort „Erscheinung“ verbirgt. Durch die Geburt seines Sohnes Jesus Christus ist Gott gewissermaßen in der Welt erschienen. Die Weisen aus dem Orient erkannten dies und machten sich auf den Weg gen West, geführt von einem Stern am Himmel.  Der Evangelist Matthäus spricht noch nicht von Königen, bei ihm sind es Magier – Sterndeuter. Und in der Tat wissen wir, dass die Astronomen in der Region zwischen Euphrat und Tigris schon vor Jahrtausenden bahnbrechende Erkenntnisse hervorgebracht hatten.

Im Lauf der Jahrhunderte wurde die Geschichte um die drei Weisen immer weiter ausgeschmückt: sie wurden zu Königen unterschiedlichen Alters, erhielten Namen und prächtige exotische Kleidung. Auch entwickelten sich immer mehr Legenden und Volksbräuche um sie. In Köln, wo ihre vermeintlichen sterblichen Überreste deponiert sind, wurden sie zum Wirtschaftsfaktor.

Die Bilder in der abendländischen Kunst nehmen teil an diesen Entwicklungen. Museumskuratorin Dr. Kathrin Schade lädt Sie ein auf eine unterhaltsame visuelle Zeitreise von den Anfängen der christlichen Kunst bis ins 21. Jahrhundert und zeigt Ihnen an ausgewählten Beispielen, wie Religiosität, Machtanspruch und Zeitgeschmack die Darstellungen beeinflussen konnten.

Datum/Zeit
Datum - 28/12/2025
15:00 - 16:00