Haartrachten der Römerinnen und Römer und wie man sie herstellte

mit Dr. Eva Hofstetter

In der derzeit im Winckelmann-Museum gezeigten Sonderausstellung „Haarblüten und Kunstblumen – Erinnerungsbilder an Lebensstationen“ sieht man kunstvoll hergestellte Gebilde aus abgeschnittenen menschlichen Haarsträhnen – eine Besonderheit aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Zu allen Zeiten gab und gibt es jedoch immer wieder wahre Haarkünstler, die die Haare ihrer Mitmenschen zu prachtvollen und aufwändig zu gestaltenden Frisuren formen. Wir wollen uns am Mittwoch, den 19.10.2022 um 18.00, vor allem Frisuren der Römerinnen und Römer ansehen, anhand von Videos und Bildern erfahren, wie sie gearbeitet wurden und welche Utensilien dazu benötigt wurden. Dabei kann man erkennen, dass die antiken Bildhauer die Frisuren der römischen Kaiserinnen, wenn sie ihren Porträts schufen, sehr genau wiedergegeben haben. All diese Frisuren lassen sich heutzutage nachfrisieren, wie eine amerikanische Friseurin im archäologischen Experiment nachwies. Die römischen Autoren äußerten sich sehr unterschiedlich zu den ‚Torheiten‘ mancher Damen und Herren, der Dichter Ovid gab Schönheitstipps, die auch heute noch aktuell sind, während christliche Autoren jegliche Verschönerungsaktion verdammten. Zum Abschluss führt ein Blick in eine deutsche Friseurzeitschrift Haarmodetorheiten im frühen 20. Jahrhundert vor Augen.

 

Datum/Zeit
Datum - 19/10/2022
18:00 - 19:30